Geschichte

Im Jahre 1913 fanden sich ein paar zugezogene Bauernleute und der damalige Käser aus den kleinen Dorfe Hergiswil am Napf und gründeten eine Hornusser Gesellschaft. Gespielt wurde jeden Sonntag im Sommer. Wo, war vorher nie klar. Es wurde dort Gespielt, wo gerade gemäht worden war, oder wo genügend Platz war.

Schon im gleichen Jahr spielten sie gegen andere Mannschaften aus der Region. Damals gab es in vielen Dörfern im Kanton Luzern noch Hornussergesellschaften.

Der erste grosse Schritt für die junge Gesellschaft war 1920. Der Eintritt in den Eidg. Hornusser Verband. Schon ein Jahr später, im Jahre 1921, besuchten die Hergiswiler das Eidgenössische Hornusserffest in Solothurn. So konnten sie sich mit anderen Gesellschaften messen und zeigten damals schon, dass das kleine Dorf im Luzerner Hinterland mehr konnte, als nur den Napf besteigen.

1923 war der Wunsch nach einer eigenen Vereinsfahne gross. So wurde eine Angeschafft. Die Fahnenweihe fand im Nachbardorf Willisau statt. Auf 6 Riesen wurde gespielt und gefestet. Die schöne Fahne mit der Aufschrift „Einigkeit macht Stark“ und „Hand in Hand fürs Vaterland“ war bis 2009 im Einsatz.

Das erste grössere Fest, welches die Hergiswiler organisierten, war das Luzerner Wanderpreishornussen im Jahre 1929. Auf dem heutigen Hergiswiler Schulhausareal war genügend Platz um dies zu Veranstalten.

Vielen Siege konnten die Hergiswiler die Ihre nennen. Aber leider nur bei den Wettspielen. Als sie dann das erste Horn 1936 vom Luzerner Wanderpreishornussen nach Hause trugen, waren die Mannen sichtlich stolz.

In den ersten Jahren war das Hornussen noch richtig locker. Aber schon bald wurden immer mehr Regeln eingeführt und es wurde immer schwieriger, diesen Standzuhalten. Aber das schreckte die Hergiswiler nicht ab. Im Gegenteil.

Nach der Mobilmachung 1939 wurde auch in Hergiswil weiter gespielt. Obwohl die meisten Mitglieder unser Land beschützten und die Hornusser oftmals mit nur 6 Mannen antraten. Nach Kriegsende verschwanden in den umliegenden Dörfern leider immer mehr Gesellschaften. Doch auch dem Luzerner „Hornussersterben“ trotzten die Hergiswiler. Sie halfen sogar noch, bei der Gründung einer neuen Gesellschaft. Leider erlag Luthern nach ein paar Jahren dem „Sterben“.

1957 holte ein junger Hornusser die Gesellschaft aus dem Winterschlaf. Nach gut 30 Jahren holte Jules Peter einen Kopf - Kranz.

1963 bestritten die Hergiswiler das Eidgenössische in Bleienbach. Der Gegner hiess Oberdiessbach. Mit 0 Nummeros und 521 Pkt. erzielten sie den 14. Rang in der 4. Stk. der Gesellschaftspreis war ein Silberkranz und eine Bernerkanne.

1968 beim Oberaargauischen – Zentralschweizerischen Hornussertag in Langnau b. Reiden wurde Hans Vogel in der 2. Stk. Schlägerkönig. Das war noch keinem im Luzerner Hinterland gelungen. Bei 450 Aktiven eine Glanzleistung.

Beim Eidgenössischen in Derendingen 1969 holten die Hergiswiler im 5. Rang einen Goldkranz und eine 2lt. Bernerkanne.

1980 Interkantonales Junghornusserfest in Messen. Hergiswil, Espach und Grenchen bildeten die Mannschaft und kamen zusammen auf den 1. Rang. Einzelschläger: Daniel Schnider holte mit 79 Pkt. den 4. Rang.

1985 wurde einen Stammplatz zum Spielen gesucht und gefunden. Das Opfersei ist nun die Adresse zum Hornussen. Schutz bei einem Gewitter, und solche gibt es viele im Napfgebiet, gewährte am Anfang einen Kalberstand. Das reichte fürs erste. Aber der Fortschritt konnte die Gesellschaft auch nicht aufhalten. 1997 wurde der Unterstand zur Hütte umgebaut. Zwar gab es weder Strom und fliessend Wasser, aber für das gesellige Beisammensein brauchte man das ja auch nicht. Die Hauptsache war, dass es ein „guets Bier“ oder es „gsüfigs Kafi“ gab, welches von zuhause mitgebracht wurde.

2009 erhielten die Hornusser eine neue Fahne. Die Fahnenweihe fand auch im Wauwilermoos statt.

Genau im 100. Jahr 2013 Hornten die Hergiswiler. Am Interkantonalen in Grünenmatt holten sie in der 2. Stk. den 2. Rang.

Es gab viele unvergessliche Momente, welche die Hornusser und natürlich auch dessen Familien erlebt haben. Und es werden noch viele weitere dazukommen.